Wechsel zwichen Präsenz- und Online-Veranstaltungen
Aufgrund der Corona-Pandemie, haben wir unsere Kolloquien einige Jahre lang in Form von Video-Konferenzen durchgeführt. Da in diesem Fall Entfernung keine Rolle spielt, hat sich infolge dessen Kreis der Teilnehmer geografisch stark erweitert
Andererseits sind auch persönliche Treffen wichtig!
Aus diesem Grund werden wir in Zukunft zwischen beiden Veranstaltungsformen unregelmäßig wechseln. Sorry, für alle, die bei Präsenz-Meeting nun längere Anfahrtswege haben oder aufgrund der Entfernung nicht teilnehmen können.
Darüber hinaus gibt es in unregelmäßigen Abständen gelegentliche mehrtägige Treffen in einem Tagungshotel.
Nächstes Kolloquium
Prof. Dr. Jan Cornelius Schmidt
Darmstadt University of Applied Sciences
Department of Social Sciences,
Unit of Social, Culture and Technology Studies
KI als Revolution des Technikverständnisses
Philosophische Reflexionen über nachmoderne Technik
KI boomt wie kaum ein anderes Technologiefeld. Während weitreichende Wirkungen auf Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zu beobachten sind, ist der epochale Paradigmenwechsel hinsichtlich des Technikverständnisses weithin ungeklärt.
- Wie verändert sich unser Technikverständnis, unserer Technikerfahrung und -Nutzung?
- Wie kann der epochale Wandel im ontologischen Kern von Technik verstanden werden?
- Was bedeutet es, wenn eine derart wirkmächtige Technik weithin eine Black-Box ist – entscheidende algorithmische Operationen also intransparent, opak und erklärungsresistent sind, selbst für die besten Informatikerinnen und Informatiker?
Der Vortrag nimmt eine Klärung aus Perspektive der Technikphilosophie vor. Es wird die These vertreten, dass wir Zeitzeugen der Entstehung eines gänzlich neuen Techniktyps sind: Nachmoderne Technik kann als epochale Ergänzung und Erweiterung der uns vertrauten klassisch-modernen Technik verstanden werden. Der Vortrag legt – vor dem Hintergrund eines systemisch-reduktiven Zugangs und unter Bezugnahme einschlägiger Technikphilosophien – den ontologischen Kern nachmoderner Technik frei. Dieser Kern betrifft die technische Herstellung und trickreiche Nutzung von Instabilitäten – als Quelle von Selbstorganisation und von dynamischer Komplexität und komplexer Eigendynamik.
Damit bilden Instabilitäten die notwendige Bedingung für jene erwünschten Eigenschaften, die mit Großbegriffen verbunden werden, wie: Produktivität sowie Adaptivität und Autonomie.
Der Vortrag beleuchtet die Ambivalenz nachmoderner Technik: Die enormen Produktivitäts- und Performancegewinne werden erkauft durch Kontrollierbarkeits-, Verstehbarkeits- und Antizipations-Limitierungen.
Abschließend wird gefragt, wie spätmoderne Wissensgesellschaften mit nachmoderner Technik prospektiv umgehen können.
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In Präsenz und Hybrid:
Hochschule Darmstadt,
Fachbereich Informatik,
Schöfferstr. 8b,
64295 Darmstadt
Raum D14/00.15 (Erdgeschoss, Südost-Ecke)
Weitere Kolloquien
Für die nächste Zeit haben wir die folgenden Termine ins Auge gefasst:
- 02.März 2026